Girls Hockey Days Mannheim

Der Förderverein Fraueneishockey in der Region Rhein-Neckar veranstaltet zum World Girls Ice Hockey Weekend am 10. und 11.10.2015 kostenlose Schnuppertrainings für Mädchen jeden Alters. Hier findest Du den Flyer mit weiteren Information zur Anmeldung.

In diesem Rahmen findet am Sonntag, dem 11.10., auch das vom DEB vergebene deutsche Spiel des „Girls Global Game“ statt. Es finden mehrere Spiele weltweit (ein Spiel pro Nation) statt (z.B. überall Weiß gegen Blau), von denen die Ergebnisse zusammengerechnet werden und ein Sieger bekannt gegeben wird.

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GirlsEishockey.de: Wenn Vision auf Realität trifft

Es war eine große Ehre und Freude für mich, die Initiative GirlsEishockey.de kürzlich vorzustellen. Zunächst beim Ladies Camp vor den Eltern der Teilnehmerinnen, den DEB Trainern und einigen Spielerinnen der deutschen Frauennationalmannschaft. Einige Tage später nochmal in einer Telefonkonferenz unter Interessierten. Die letzte Version der Präsentation findest Du hier.

Die Vision, die zu der Initiative GirlsEishockey.de geführt hat, ist die Überzeugung, dass „Mädcheneishockey“, d.h. die Bildung von Mädchenteams in allen Altersklassen auch in Deutschland erstrebenswert ist. Letztlich werden die Vereine und Verbände in Deutschland davon profitieren, wenn sie mehr Optionen gezielt für Mädchen anbieten (auch wenn manche Rahmenbedingungen hier anders sind als in Nordamerika).

Dass ein großes Interesse an dem Thema besteht zeigen die über 40 Registrierungen, die ich über die Kontaktformulare dieser Webseite erhalten habe. Durch persönliche Kommunikation mit einigen von Euch durfte ich lernen, dass es viele Engagierte quer durch Deutschland gibt, denen das Thema wichtig ist. Das macht Mut! Auch wenn unsere Erfahrungen und Erwartungen im Detail unterschiedlich sind, ist die enge Vernetzung von Gleichgesinnten, wie z.B. mit Eishockeyfrauschaft wichtig und vielversprechend.

Natürlich ist die Realisierung der Idee von „Mädcheneishockey“ zu groß für eine derartige Initiative allein, auch wenn wir Viele sind. Vielmehr sollte sie vom DEB und den Landesverbänden strategisch verfolgt, und von den Vereinen in der Nachwuchsarbeit umgesetzt werden. Aber es gilt das Motto: Dream Big! Mit einem großen Ziel vor Augen kann man sich auch über kleinere Erfolge, die in die richtige Richtung gehen, gebührend freuen.

Leider sind wir in Deutschland noch hintendran, was die Gleichstellung des weiblichen Geschlechts im Eishockey betrifft. Auch wenn wir lieber gerne wegschauen, eine offene Debatte über die Genderproblematik tut Not. Das offenkundigste Beispiel ist die Alterklassenbezeichnung „Knaben“. Dieser Begriff ist schlichtweg unakzeptabel, da er Mädchen generell ausschließt. Lesenswert hierzu ist auch Annica Schade’s Beitrag.

Die Zusammenarbeit mit Franziska Busch, der DEB Frauenbeauftragten, gestaltet sich hervorragend. In einem Schreiben an die deutschen Frauenvereine hat sie zu einer Beteiligung am World Girls Hockey Day aufgerufen. GirlsEishockey.de will als Kommunikationsplattform unterstützen und wird alle verfügbaren Informationen unter diesem Link aufbereiten.

Die Wiederbelebung des Mädchenländerpokals ist ein weiteres Ziel von Franziska Busch, welches wir voll unterstützen. Der Süden Deutschlands schaut (derzeit) neidvoll auf den Norden: In Braunlage findet auf Einladung des Niedersächsichen Landesverbandes am 26.9. ein Ländervergleichsturnier unter Beteiligung dreier Landesverbände (NRW, NEV, Berlin) statt. Liebe Eltern im Süden, fragt doch einfach mal bei Eurem Landesverband nach, warum man hier außen vor ist.

Auch die Planung eines „Germany Girls Selects“ U14 Teams, das beim World Selects Invite (WSI) Turnier in Helsinki antritt, geht voran. Mit Kathy Pippy (Girls Hockey Director vom Veranstalter Legacy Sports) stehe ich in engem Kontakt. Sie hat GirlsEishockey.de die volle Unterstützung zugesagt, ein deutsches Team zu diesem Turnier zu bringen! Gesucht werden noch einige Spielerinnen der Jahrgänge 2002-03.

Organisatorisch steht für die Initiative die Gründung des Vereins als nächster Schritt an.

Vielen Dank für Euer Interesse und Unterstützung! Ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere selber Beiträge verfassen würde. Julia Zorn und Annica Schade haben bereits gezeigt wie’s geht.

Den Girls wünsche ich für die neue Saison viel Spaß und Erfolg auf dem Eis! Zeigt den Jungs, wie man Eishockey spielt!

Euer Thomas Christof

Information vom DEB über den IIHF Girls Hockey Day

Schreiben der DEB-Frauenbeauftragten Franziska Busch an die Frauenverbände / Frauenvereine:

Liebe Vereinsvertreterinnen und –vertreter,

ich möchte Sie über den diesjährigen IIHF Girls Hockey Day 2015 informieren.

Die Veranstaltung soll an dem Wochenende 10./11.10.15 stattfinden.

Das ist ein Projekt, das von der IIHF entwickelt und unterstützt wird um mehr Mädchen für das Eishockey zu begeistern. In anderen Nationen hat diese Veranstaltung schon gute Erfolge gezeigt und es wurden viele Mädchen für das Eishockey gewonnen.

Die Idee der IIHF ist, diese Veranstaltung ein Wochenende lang dauern zu lassen. Da das aber schwer zu realisieren ist, ist es natürlich auch möglich, in einer normalen Eiszeit solch eine Veranstaltung zu planen, durchzuführen und Mädchen für das Eishockey zu begeistern.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu der Veranstaltung und Eindrücke vorangegangener Veranstaltungen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn es Interessenten für eine Ausrichtung des IIHF Girls Hockey Day 2015 gibt. Im Rahmen des IIHF Girls Hockey Day an dem genannten Datum wäre es auch möglich, an dem IIHF Girls Global Game teilzunehmen. Es finden mehrere Spiele weltweit (ein Spiel pro Nation) statt (z.B. überall Weiß gegen Blau), von denen die Ergebnisse zusammengerechnet werden und ein Sieger bekannt gegeben wird.

Für weitere Fragen oder Rückmeldungen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Franziska Busch

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Eishockey – die schönste Sportart der Welt

Frauen sollen hier aber nur zuschauen. Für Mädchen gibt es kaum gesonderte Maßnahmen, dass sie sich angesprochen fühlen. Es ist meist nur an die Männer gerichtet und die können sich sowohl mit ihren Vorbildern identifizieren, als diesen auch bis ins hohe Alter nacheifern.

Im Gegensatz zu den Mädchen. In jungen Jahren werden sie noch zu den Knaben gesteckt. Spätestens wenn die Pubertät dann ihr übriges zur Abgrenzung vom männlichen Gegenpart geführt hat, ist für die meisten Mädchen der Traum vom Eishockey vorbei. Es gibt keine Lobby, dass Mädchen zwischen 8-18 Jahren Eishockey spielen dürfen. In den meisten Fällen wird angeführt, dass diese sich einfach nicht dafür interessieren und die Nachfrage zu gering ist.

Hier unsere Meinung dazu.

Mädchen interessieren sich im gleichen Maße dafür. Wie sollen sie jedoch eine Karriere in einem Männer dominierten Sport erreichen in dem ihnen die Grundlage, nämlich regelmäßige Eiszeiten, entzogen wird? Es geht nicht nur darum, dass Frauen sich darum kümmern müssen. Es ist zudem Aufgabe des Vereins hier einen diskriminierungsfreien Raum zu bieten. Sich eben gesondert um die Mädchen zu kümmern. Wir reißen uns den Arsch auf, dass die Jungs ins Training gehen und ihre Eiszeiten bekommen. Warum Frauen hier oftmals gegen eine Wand laufen ist mir ein Rätsel.

Wenn Deutschland möchte, dass Eishockey eine der bedeutenden Sportarten wird (aus den Medien ist es beinahe vollständig verschwunden oder wird als „Fun- und Randsportart“ bezeichnet) oder bleibt (die eingefleischten Fans werden wohl kaum eine ähnliche Atmosphäre in einer anderen Sportart vorfinden) dann müssen Frauen und Mädchen eingebunden werden. Es bringt nichts sich auf die Aussage zu beruhen, Mädchen hätten andere Interessen oder Frauen wollten nur die Männer bewundern.

Nein, Frauen können nur die Männer bewundern, denn weibliche Vorbilder sind in Deutschland, aber auch weltweit, eher rar gesät. Es gibt Manon Rhéaume, die sich bei den Herren durchgeschlagen hat. Ein Paradebeispiel, dass eine Frau doppelt so gut sein muss, um auf das Maß der Männer gesetzt zu werden. Mädchen, die „nur einem Hobby nachgehen wollen“ wird dieser Ehrgeiz aberkannt. Dies gilt nicht nur beim Eishockey, sondern in vielen Lebenslagen, wie in dem Ausschnitt aus der „Scandal“ TV Serie (Video auf Englisch) verdeutlicht wird.

Wir wollen aufs Eis. Wir wollen Eishockey spielen. Schnell und geschmeidig sein. Hart zu uns und den gegnerischen Spielerinnen. Andere Mädchen treffen, die diesen Sport so lieben, wie wir es tun. Wir müssen den Mädchen erklären, dass sie werden können, was immer sie wollen. Und dazu gehört konsequenterweise auch, dass wir ihnen die Möglichkeit dazu bieten.

Reger Zuspruch und zweiter Trainer für U15 Turnierteam

Toll! Bereits 10 Spielerinnen wurden inzwischen für das GirlsEishockey U15 Turnierteam registriert, welches wir erst letzte Woche angekündigt hatten.

Nicht nur das: Mit Sascha Onisor hat sich neben Holger Buzcynski ein zweiter Trainer bereit erklärt, bei dem Projekt U15 Girls-Team mitzumachen!

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Sascha Onisor –
Trainer

Sascha Onisor ist in Mannheim eine feste Größe. Er ist dort seit 2008 als Trainer verschiedener Eishockey Nachwuchs- und Frauenmannschaften tätig. Insbesondere trainierte er 2010 die Kurpfalz-Girlies, ist Stützpunktrainer U13 – U18 Frauen, und ist seit 2015 Co-Trainer der Mannheimer Frauenbundesligamannschaft. Sportlich ist er außerdem als Gyrotonic Mobilisation Beweglichkeit Trainer und Personal Trainer aktiv.

Wir freuen uns über die Verstärkung und die Erfahrung, die Sascha aus seiner Arbeit im Frauenbereich mitbringt!

Möchtest Du als Spielerin auch dabei sein? Neben weiteren Feldspielerinnen werden auch Torhüterinnen gesucht. Die unverbindliche Registrierung von Spielerinnen kann durch die Eltern über nachfolgendes Formular bis zum 15.9.2015 erfolgen:

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Vielen Dank für deine Antwort. ✨

Mitte September soll eine Zwischenbilanz gezogen werden. Sofern bis dahin genügend Spielerinnen angemeldet wurden und abschätzbar ist, dass Eiszeiten für ein Trainingscamp verfügbar sind und Turnierteilnahmemöglichkeiten bestehen, wird die Detailplanung erfolgen.

Time to get your hands dirty

This is a translated version of the ‘Eishockey NEWS’ article about GirlsEishockey.de from 7/21/2015.

It is ambitious, almost futuristic: An individual who wants to make girls hockey as popular as volleyball, piano lessons or ballet lessons.
“It is a long process, I need a lot of patience,” says Thomas Christof: “I give it three years before I will conclude if it was successful.”
Even for insiders of the German women’s hockey community, Christof is probably unknown so far. “This is because six years ago we moved to Boston. My daughter had already started to learn to skate in Germany, and then fell in love with hockey over there.” In Boston, the family realized how normal it is when girls play ice hockey. And they saw firsthand how much time and money proud parents put into the sports careers of their daughters, particularly in this sport. The Christof family became part of this ‘system’. With their return to Germany this summer, the question came up how the future will evolve for their sport.
“Here in Boston, I’ve learned that hockey for girls can be a popular sport. It is much more accepted by the girls when they interact on the ice with other girls instead of boys,” said Christof, who draws this conclusion from talking with other parents and scientific studies about girls hockey in the US. Ultimately, organizations in Germany will benefit from more and more girls who keep coming. More players also mean more competition and thus, the level in the clubs and the national team will raise.
To create such structures through official channels, the (certainly tedious) way over the cliffs of the German hockey association policies would be necessary. Christof does not want to expose himself to politics and in best American way of life he rolls up his sleeves: “You have to try it yourself, only then you can be successful,” said Christof, who launched the website girlseishockey.de in May as a first step to make the effort public. “I’m looking for collaborators in Germany to found an association to develop girls hockey,” so the plans for the next step. Christof is reaching out especially to other parents, as well as players and friends of women hockey, who are willing to support the ideas and their implementation. “On August 13th we present the project to participants of the ‘Ladies Camp’ in Füssen, and for August 21st we invite to a conference call for anyone who is interested,” Christof already announces next activities.
Important question for potential supporters: What are the objectives of the association? Simply put: “Provide new opportunities for girls under age 15.” Say: Hockey should become a popular sport for girls with the consequences that many more girls engage in the sport, girls teams in ice hockey will become the rule and competitive game structures for girls will exist at all age levels.
“The GirlsEishockey association will act as an interface between traditional hockey associations and parents / players to address their interests” describes Christof the important task of lobbying. This should help to explore moods and opportunities in associations and local clubs, contribute ideas, and to ensure public awareness and increased consciousness.
A similar initiative already exists in the Czech Republic to which Christof will reach out. Cross-border cooperation makes sense, the problematic of girls hockey is a European, not a purely German issue. The ultimate goal is to narrow the gap between North America and the rest of the world in women hockey – from grass roots upwards.
“It is a project with unpredictable ending. Even if I can’t motivate enough people to support it, at least I can say I have tried it.”
“Yes we can, just do it” – known slogans from the US, which should motivate the German women’s hockey communities to cooperate in Christof’s project.

GirlsEishockey.de findet Beachtung in der deutschen Eishockeyszene

Es ist schön, und vor allem ermutigend, dass unsere noch junge Initiative in der deutschen Eishockeyszene bereits enorme Beachtung findet:

Die „Eishockey NEWS“ hat in ihrer Ausgabe vom 21.7.2015 einen fast ganzseitigen Artikel über GirlsEishockey.de gebracht. Eine Kopie des Artikels „Zeit für hochgekrämpelte Ärmel“ wurde uns dankenswerterweise vom Magazin zur Verfügung gestellt.

Auch auf Alexander Maischein’s Webseite zum Fraueneishockey in Deutschland wird das Projekt vorgestellt, ebenso auf Norbert Stramm’s Noppe-ist-Schuld Webseite.

Ein ganz herzliches Dankeschön für diese Art der Unterstützung!