Starke Mannschaftsleistungen in Schweinfurt

Gleich zwei Mal in diesem Jahr 2023 sind die Mannschaften von GirlsEishockey.de in Schweinfurt zu einem Turnier angetreten: zuerst die U9 am 12. März und kurz darauf am 1. April die U13.

Bei beiden Turnieren sind unsere Mädchenmannschaften gegen starke gemischte Teams angetreten. So trafen unsere U13-Mädchen beim 6. Junited Autoglas Cup der U13 in der Gruppenphase auf den ERV Schweinfurt, die Heilbronner Jungfalken und die Mad Dogs Mannheim. Da erreichten sie den honorablen dritten Platz.

Sieg im Kampf um den fünften Platz

Da die Mädchen aus ganz Deutschland kommen, haben sie im Vorfeld eines solchen Turniers, keine Gelegenheit gemeinsam zu trainieren. So gingen auch dieses Mal die ersten Spiele verloren. Doch dann steigerte sich das Team und errang noch in der Gruppenphase den ersten Sieg.

In der Finalrunde zeigte unsere Mannschaft hohen Qualitäten in der Abwehr und trennte sich im Spiel um den fünften Platz torlos unentschieden vom MERC Mannheim. Allerdings setzte das Team von GirlsEishockey.de dann den entscheidenden Treffer.

Hier wollen wir einige Bilder der U13 mit Euch teilen:

Starke Abwehrleistung der U9

Zuvor hatte schon die U9 in Schweinfurt ihre Leistung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Anfangs trauten sich die Mädchen noch zu wenig im Angriff zu, verteidigten dagegen hartnäckig das eigene Tor. Im weiteren Turnierverlauf jedoch fassten die Mädchen Zutrauen und setzte die Gegner immer stärker unter Druck.

Am 6. Junited Autoglas Cup der U9 nahmen sieben Mannschaften teil: Neben den Mighty Dogs Juniors Schweinfurt und GirlsEishockey.de waren dies die Eisbären Juniors aus Berlin, die Darmstadt Dukes, die EJ Kassel, die Hassfurt Hawks und die Young Alligators Höchstadt.

Einen ganz herzlichen Dank an die Gastgeber aus Schweinfurt: Ihr habt die beiden Turniere so vorbildlich organisiert, dass sich die Mannschaften, die Betreuer und die mitgereisten Eltern sehr wohl bei Euch gefühlt haben.

Schöne Turniertage in Mannheim

Der Höhepunkt für GirlsEishockey.de war beim diesjährigen Kids Cup in der SAP-Arena in Mannheim eindeutig das letzte Spiel im Turnier der U9. Es ging um Platz sieben gegen die River Rats aus Geretsried bei München. Vom 2. bis 5. Januar 2023 trafen sich Mannschaften der Altersklassen U9, U11 und U13 zum 14. Kids Cup in den Hallen neben der SAP-Arena in Mannheim.

Gleich mit drei Mannschaften war der einzige überregionale Vereine für Eishockeymädchen an Rhein und Neckar gereist: mit einer U9-, einer U11- und einer U13-Mannschaft. Wieder waren die Teilnehmerinnen unserer Mannschaften aus ganz Deutschland angereist. 

Und wieder war das Turnier mit hochklassigen Mannschaften besetzt: Selbstverständlich waren die Mad Dogs und der MERC, die beiden Mannheimer Vereine, dabei, aber auch die ESG Hannover, die Löwen Frankfurt, die EJ Kassel und je nach Altersklasse auch die River Rats Geretsried, der Krefelder EV, die Roten Teufel Bad Nauheim, der Heilbronner EC, der EC Bergisch Land, die Young Roosters Iserlohn und aus Italien der HC Gladiators Aosta.

Harte Kämpfe um jeden Puck

In ihrem letzten Spiel warfen sich unsere U9-Mädchen in jeden Puck, verteidigten hartnäckig und schalteten nach jedem Puckgewinn beherzt auf Angriff um. Hart umkämpft war das Spiel. Auch für die Zuschauer war es eine lohnende, packende Partie. Unsere Mädchen zeigten hier noch einmal, was sie spielerisch draufhaben.

Wie so häufig taten sich unsere Mannschaften anfangs schwer. Sie kämpften hervorragend, verteidigten gut, spielten beherzt nach vorne und gaben doch zu wenig Torschüsse ab. Und doch bestanden sie als Mannschaft sehr gut, obwohl die meisten Mädchen nie zusammen trainiert haben.

Entsprechend schwer taten sich unsere Mädchen an ihrem ersten Turniertag. Am zweiten Tag jedoch, da waren die Spielerinnen besser aufeinandergestellt und trauten sich vor allem vor dem Tor mehr zu. Da fielen dann auch die Tore. Und auch der eine oder andere Sieg stellte sich dann ein.

Erfolge bei der Skills Competition

Ein interessantes Nebenprogramm hatten sich die Organisatoren des Kids Cup ausgedacht. Bei der Skills Competition konnte die einzelnen Teams zeigen, was sie läuferisch und im Tor draufhatten. Hier zeichneten sich auffallend viele Mädchen von GirlsEishockey.de aus.

Zum Schluss lagen sich die Mädchen in den Armen. Anstrengende Tage hatten die Mädchen hinter sich. Doch sie hatten tolle Spiele erlebt, eine große Leistung gezeigt, vor allem jedoch alte Freundschaften erneuert und viele neue geschlossen.

Einen ganz herzlichen Dank an die Organisatoren des Kids Cup in Mannheim. Ihr habt Großes geleistet. Die Mühe hat sich gelohnt. Wir kommen gerne wieder. Und auch bei unseren Trainern, Betreuerinnen und Unterstützern wollen wir uns ganz herzlich bedanken.

Volles Eis zum Camp in Heilbronn

Knapp 40 Mädchen sind am Wochenende vom 19. bis 21 . August 2022 nach Heilbronn gekommen. Gleich am ersten Abend am Freitag ging es aufs Eis bis kurz vor 22 Uhr zu einer ersten längeren Trainingseinheit. Das war vor allem für die Kleinsten, die sonst früher ins Bett gehen, eine Herausforderung. Auch dieses Jahr wurden alle Altersklassen gemischt. Die jüngsten Mädchen spielen noch in der U7, die älteren schon in Senioren-Teams.

Die Trainer beim Camp von GirlsEishockey.de in Heilbronn
Die Trainer und Trainerinnen beim Camp von GirlsEishockey.de in Heilbronn

Während der folgenden beiden Camp-Tage haben die Trainer den Mädchen viel abverlangt: Powerskating und Stickhandling standen auf dem Programm, wie üblich im Eishockey. Hinzu kamen spezielle Übungen wie Passing, Scoring, Moving und verschiedene Spielsituationen – 1 gegen 1, 2 gegen 2 oder 3 gegen 3. Insgesamt verbrachten die Mädchen insgesamt 7 Stunden auf dem Eis.

Konzentrierte Betriebsamkeit

An diesem Wochenende herrschte auf dem Eis in Heilbronn eine konzentrierte Betriebsamkeit. Den Trainern ist es gelungen, alle Mädchen ständig in Bewegung zu halten. Erschöpft, aber hochzufrieden gingen sie nach ihren Eiseinheiten vom Eis.

„Ich komme immer gerne, weil es Spaß macht, mal nur unter Mädchen zu trainieren“, sagte eine Teilnehmerin. „Außerdem treffe ich hier immer wieder andere Mädchen, die ich schon kenne, aber die ich sonst nie bei Spielen oder Turnieren sehe.“

GirlsEishockey.de tritt auch bei Turnieren an

Das ist auch das, was GirlsEishockey.de antreibt: Um Eishockey als Mädchensport zu fördern, müssen Mädchen mehr Gelegenheiten bekommen, untereinander zu trainieren und zu spielen. GirlsEishockey.de ist auch einer der wenigen Eishockeyvereine, die überregional in Deutschland aktiv sind.

Gerne organisiert GirlsEishockey.de auch in Eurer Eishalle ein Camp. Auch treten wir gerne mit unseren Mädchen-Mannschaften bei Turnieren an. Allerdings sollten die Turnierorganisatoren gewarnt sein: Unsere Mädchen-Mannschaften sind hochmotivierte, voll engagierte Gegner. Kommt gerne auf uns zu.

Für die fünf Torhüterinnen gab es eigene Goalie-Coaches. Zum Abschluss gab es noch ein Spiel, in dem auch die verschiedenen Altersklassen wechselweise gegeneinander spielten. Das hatte auch für die Zuschauer einen großen Reiz.

Torhüterinnen beim Camp von GirlsEishockey.de in Heilbronn
Spezielles Training für Torhüterinnen beim Camp von GirlsEishockey.de in Heilbronn

Jede Menge Spaß

Zwischen dem Eistraining gab es Off-Ice-Einheiten und natürlich jede Menge Spaß während der Pausen, in der Kabine und beim Mittagessen. Das schöne Wetter und die angenehme Lage des Eisstadions am Neckar luden dazu ein, am Abend noch etwas Zeit miteinander zu verbringen.

Wie schon in den vorigen Jahren hat Brigitte Hauert-Betz, Vorstandsmitglied von GirlsEishockey.de, das Camp organisiert. Herzlichen Dank dafür, Bigi. Das hast Du unter großem Einsatz wieder hervorragend gemacht.

Das Training wurde von VHA (Vision Hockey Academy) unter der Leitung von Headcoach Toni Hauert durchgeführt. Toni hält eine A-Trainerlizenz und ist DEB-Techniktrainer. Unterstützt wurde Toni vom Goalie-Trainer der VHA, Mark Milic, und von vielen Trainern und Trainerinnen von GirlsEishockey.de, die unter anderem aus Mannheim, Heilbronn, Bad Tölz, Bad Nauheim und Köln kamen.

Zu schnell vorbei

Einen ganz herzlichen Dank an die vielen Helferinnen und Helfer in der Kabine, im Eisstadion und bei der Essensbetreuung. Ein großes Dankeschön geht auch an den Heilbronner EC, dass wir auch in diesem Jahr wieder bei Euch dieses Camp durchführen durften und dass Ihr uns so großartig unterstützt habt. Dieses Camp hat einen festen Platz in unserem Kalender gefunden.

Nur von einer sechsjährigen Teilnehmerin kam allerdings eine Kritik: „Ich fand es nicht so gut, dass das Camp so schnell zu Ende war.“ Daran werden wir noch arbeiten müssen.

Nur noch wenige Plätze für das Girls Camp in Heilbronn frei

Die Vorbereitungen für das 15. GirlsEishockey-Camp laufen auf vollen Touren. Vom Freitag, 19. August bis Sonntag, 21. August sind Eishockeyspielerinnen aller Altersklassen zu einem Wochenende voller harter Trainingseinheiten und jeder Menge Spaß nach Heilbronn eingeladen. Schon im vergangenen Jahr fand Ende August ein Girls Camp an der Spielstätte des DEL2-Teams der „Falken“ statt.

Das Trainerteam ist auch dieses Jahr hochkarätig besetzt: Headcoach Toni Hauert hält eine A-Lizenz und ist DEB-Techniktrainer. Er wie auch der erfahrene Goalie-Coach Mark Milich kommen von der VHA Vision Hockey Academy. Sämtliche Trainer auf dem Eis haben eine gültige Trainerlizenz des DEB. Sie werden alle auf dem Eis wieder einiges von den Teilnehmerinnen abverlangen.

Girls Camp von GirlsEishockey.de im August 2021 in Heilbronn
Girls Camp von GirlsEishockey.de im August 2021 in Heilbronn

Die Kosten liegen bei 200 Euro für Mitglieder von GirlsEishockey.de und bei 230 Euro für Nicht-Mitglieder. Der Jahresbeitrag bei GirlsEishockey.de beträgt 1,50 Euro mal Lebensalter. Ein zehnjähriges Mädchen zahlt somit 15 Euro jährlich. Schwestern erhalten zusätzlich einen Rabatt von 30 Euro.

Dafür wird den Eishockeyspielerinnen viel geboten: Die Teilnehmerinnen erwarten insgesamt 7 Stunden Eis. Hinzu kommen 2 Stunden Off-Ice-Training. Im Campbeitrag sind zudem Mittagessen und Snacks (Obst, Gemüse und Wasser) während des Camps inbegriffen.

Die Nachfrage nach diesem Camp ist groß. Denn das Eisstadion in Heilbronn ist nicht nur sehr modern. Es liegt zudem direkt am Neckar, sodass die Teilnehmerinnen auch außerhalb der Eiszeiten Gelegenheit für viele interessante Begegnungen finden. Manche Spielerinnen treffen alte Freundinnen wieder. Andere schließen neue Freundschaften. Und alle werden es genießen, Mädcheneishockey auf hohem Niveau zu praktizieren.

Es sind noch einige wenige Plätze frei. Wer Interesse hat, am wohl größten Eishockeycamp in Deutschland nur für Mädchen teilzunehmen, sollte sich möglichst rasch bei Brigitte Hauert-Betz melden und ihr an die Email-Adresse brigitte.hauert-betz@girlseishockey.de folgende Informationen schicken:

  • Name, Vorname
  • Jahrgang 
  • Position 
  • Mobilnummer 
  • Heimatverein 
  • Mitglied von GirlsEishockey.de: ja/nein

Die nächsten Turniere können kommen

Ein dickes Paket ist dieser Tage beim Vorstand von GirlsEishockey.de eingetroffen. Jede Menge neuer Trikots waren drin. Damit ist für die nächsten Turniere gesichert: Die Spielerinnen von GirlsEishockey.de werden auch weiterhin in ihren eigenen Trikots auflaufen. Jetzt heißt es für die Vorstandsmitglieder die vorhandenen Trikots zu sichten und die neuen zu sortieren.

Die neuen Trikots für GirlsEishockey.de sind da.
Die neuen Trikots für GirlsEishockey.de sind da.

Das bringt zwar jede Menge Arbeit mit sich. Doch dafür sind die Mädchen und jungen Frauen, die an den Veranstaltungen von GirlsEishockey.de teilnehmen, bestens ausgerüstet.

GirlsEishockey.de richtet vom Freitag, 19. August bis zum Sonntag, 21. August wieder ein Camp nur für Mädchen und junge Frauen aus. Wie im vergangenen Jahr wird es in Heilbronn stattfinden.

Doch auch bei Turnieren stellt GirlsEishockey.de regelmäßig eigene Mannschaften. Dabei können sich die Ergebnisse unserer Mädchen durchaus sehen lassen, wenn sie ihr Können mit Jungs-Mannschaften messen. Und dabei darf nicht vergessen werden: Anders als die allermeisten Mannschaften in Deutschland treffen sich unsere Mannschaften immer erst kurz vor den Spielen und können höchstens eine Trainingseinheit zusammen verbringen.

„Bei Mädchen ist das Potenzial für Eishockey am größten“

Uwe Krupp, Headcoach des DEL-Teams Kölner Haie und erster deutscher Eishockeyspieler, der zwei Mal den Stanley Cup in der NHL gewonnen hat, unterstützte das 4. Andreas Gruchot Girls Turnier in Troisdorf als Schirmherr. Im Gespräch mit GirlsEishockey.de erklärt er, warum in Deutschland mehr für Mädcheneishockey getan werden sollte.

Uwe Krupp, Headcoach der Kölner Haie und Schirmherr des 4. Andreas Gruchot Girls Turniers 2022.
Uwe Krupp, Headcoach der Kölner Haie und Schirmherr des 4. Andreas Gruchot Girls Turniers 2022.

Guten Tag, Uwe, schön, dass wir uns hier beim Girls Turnier in Troisdorf treffen. Hattest Du schon Gelegenheit, Dir ein paar Spiele anzuschauen?

Ja, heute morgen habe ich schon das Eröffnungsspiel der U14 gesehen und gerade eben die Spiele der U10. Jetzt läuft ein U18-Spiel. Es sind gute Spiele, und es macht Spaß hier zu sein.

Welche Unterschiede fallen Dir beim Mädcheneishockey auf?

Im Nachwuchsbereich sind die Unterschiede gar nicht so groß. Es geht ja immer darum, die körperlichen Fähigkeiten und die Schlittschuhtechnik zu entwickeln, passen, schießen. Ob das Jungs oder Mädchen sind, spielt keine Rolle. Sie stehen alle vor denselben Herausforderungen.

Du fungierst ja als Schirmherr für dieses Turnier. Vielen Dank nochmal dafür. Woher kommt Dein Interesse an Mädcheneishockey?

Das hat selbstverständlich damit zu tun, dass meine Tochter selbst spielt, in der U9. Mein Sohn, der etwas älter ist, spielt auch Eishockey. Als Frauensportart habe ich Eishockey 1998 entdeckt, als ich mit dem deutschen Nationalteam an den Olympischen Winterspielen in Nagano in Japan teilgenommen habe. Da haben wir uns auch die Frauenspiele angeschaut. Ich hatte noch nie zuvor Fraueneishockey gesehen. Aber das war ein tolles Erlebnis. Die Spiele waren auf einem sehr hohen Niveau. Sie waren spannend und boten alles, was Eishockey ausmacht. 

Du hast ja von 1986 an viele Jahre in den USA gelebt, wo Fraueneishockey einen höheren Stellenwert als bei uns hat. Wie hast Du dort Fraueneishockey wahrgenommen?

Damals war Fraueneishockey auch in den USA in den Anfängen. Aber es hat sich schnell entwickelt wegen einer Förderpolitik, die Mädchen nicht schlechter stellen darf als Jungs. Für jeden Dollar, der im Sport an der Schule oder der Universität für Jungs ausgegeben wird, muss auch ein Dollar für Mädchensport ausgegeben werden. Das ist der Grund, warum in den USA Frauenfußball zum Beispiel so populär ist und warum die USA uns im Frauenfußball so weit voraus sind. Aber das gilt auch für Eishockey.

Bleiben wir beim Vergleich zu den USA: Was können wir dort lernen, um Mädcheneishockey in Deutschland stärker zu fördern?

Zunächst müssen wir erkennen, dass bei Mädchen und Frauen das Wachstumspotenzial für Eishockey am größten ist. Das gilt für Deutschland, aber auch international. In vielen Ländern wird schon viel für Männereishockey getan. Aber das größte unerschöpfte Potenzial für den Sport insgesamt liegt bei Fraueneishockey.

Wo siehst Du die größten Hindernisse auf dem Weg dorthin?

Eishockey-Deutschland hat nach wie vor nicht die Breite, die ein Land mit mehr als 80 Millionen Einwohnern haben sollte. Wenn meine Tochter in der Grundschule erzählt, dass sie Eishockey spielt, reagieren die Leute ganz erstaunt. Eishockey ist in Deutschland immer noch nicht anerkannt. Gegenüber Eishockey gibt es immer noch viele Vorbehalte.

Ein beliebtes Vorurteil ist ja, dass Eishockey für Mädchen zu hart ist.

Und jeder der sich mit dem Sport auskennt, weiß, dass es nicht stimmt. Die Regelanpassungen erlauben ein beinahe körperloses Spiel, welches aber nicht seinen eigentlichen Charakter verliert. Dazu kommt noch eine Schutzausrüstung, die den Anforderungen heutzutage mehr als gewachsen ist. Meine beiden Kinder spielen auch Fußball. Dort holen sie sich weit mehr Blessuren als im Eishockey. Was die Sicherheit der Kinder angeht, bietet Eishockey Schutz auf höchstem Niveau.

Viele Vereine scheuen sich davor, Mädchenmannschaften aufzubauen, weil Eiszeit ohnehin schon so knapp ist.

Das ließe sich steuern. Im DEB-Sterneprogramm gibt es Punkte dafür, wenn bestimmte Altersgruppen mit Trainingszeiten gefördert werden. Die Förderung von Mädchen wird in diesem Programm aber noch zu wenig bedacht. Das wird sich entwickeln. Ich bin mir sicher, dass die Verantwortlichen im DEB erkannt haben, welches Potenzial Mädchen bieten, um Eishockey in Deutschland voranzubringen. Deshalb finde ich auch Turniere wie dieses hier so wichtig. Familien kommen aus ganz Deutschland, damit ihre Mädchen hier unter sich spielen können. Das finde ich großartig.

Vielen Dank für dieses Gespräch.

Spannende Begegnungen beim Turnier von GirlsEishockey.de

Gut 200 Mädchen und junge Frauen haben sich am 11. und 12. Juni in Troisdorf zum größten deutschen Eishockey-Turnier nur für Mädchen. Die Zuschauer erlebten spannende Spiele und enge Ergebnisse.

Am Ende des Turniers wurde es nochmal hektisch. Da wurden vor der Heimfahrt schnell noch WhatsApp-Nachrichten, Mobilnummern und Email-Adressen ausgetauscht. Zwei Jahre lang musste der Verein GirlsEishockey.de wegen die Corona-Pandemie mit dem großen Turnier nur für Mädchen und junge Frauen aussetzen. Am Wochenende des 11. und 12. Juni fand das 4. Andreas Gruchot Girls Turnier wie gewohnt in Troisdorf bei Köln statt.

A-Nationalspielerin Nina Christof, die seit Gründung von Girlseishockey.de Mitglied ist, kam rechtzeitig aus den USA zurück in die Sommerpause, um am Turnier teilnehmen zu können. So bekamen die U18-Teilnehmerinnen Eindrücke aus erster Hand, wie es ist, in Nordamerika auf höchstem Level Eishockey zu spielen.

Schirmherr Uwe Krupp

Auch Uwe Krupp, Headcoach des DEL-Teams der Kölner Haie und zweimaliger Gewinner des Stanley Cup, verbrachte als Schirmherr des Turniers viel Zeit in der Halle, stellte sich für Selfies zur Verfügung, signierte Pucks und nahm die Siegerehrungen vor. Vielen Dank, Uwe, dass Du dieses Turnier als Schirmherr und aktiver Förderer unterstützt hast.

Außerdem brachte Uwe ein besonderes Highlight für dieses Turnier mit: ein Originaltrikot von Moritz Müller, dem Verteidiger der Kölner Haie und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, mit. Mo Müller hatte dieses auch noch zuvor signiert. Das Trikot wurde online versteigert und brachte einen hohen Betrag für einen guten Zweck – dazu folgt noch ein eigener Bericht.

200 Mädchen in zwölf Mannschaften

Aus ganz Deutschland kamen rund 200 Mädchen und junge Frauen angereist, um ihr Können in drei Altersklassen zu messen: jeweils vier Mannschaften in den Altersgruppen U10, U14 und U18+. Aus der Schweiz kam ein Team für die U10. Die Eishockeyverbände NRW und Sachsen schickten ihre Auswahlteams für die U14, NRW auch für die U18. Und der Hamburger Sport-Verein (HSV) kam mit einem Team in der U18 angereist. Doch auch Mädchen, die keinem Auswahlteam angehörten, konnte an dem Turnier teilnehmen. Sie wurden auf die verschiedenen Mannschaften von GirlsEishockey.de verteilt.

Die Spiele waren zum Teil hochspannend. In der U10 mussten die Punktrichter mehrmals rechnen, um den Gruppensieger zu ermitteln, da das Team Schweiz und GirlsEishockey Rot dieselbe Punktzahl erreicht hatten, und auch beim Torquotienten gleich stark standen. So teilten sich die beiden Mannschaften den ersten Platz. Auch in der U18 wurde es am Ende spannend. Der HSV und GirlsEishockey Weiß waren sich im Spiel um die Bronzemedaille ebenbürtig. Erst im Penalty-Schießen konnte die Siegermannschaft ermittelt werden, in dem sich am Ende die Spielerinnen des HSV durchsetzten. Alle Spielergebnisse finden sich hier.

Bunt gemischte Mannschaften

Die Verteilung der Mädchen hat bei GirlsEishockey.de sowieso immer etwas von einer Tombola, da die meisten Mädchen ja auf ganz Deutschland in ihren Heimatvereinen spielen und nur selten in reinen Mädchenmannschaften zusammenspielen. Auch auf diesem Turnier wurden die Spielerinnen weitgehend nach dem Prinzip Zufall auf die Mannschaften verteilt, wobei die Organisatoren auf eine gewisse Balance in Bezug auf das Alter achteten.

Auch die Trainerinnen und Trainer kannten die meisten Spielerinnen in ihren Teams nicht. Immerhin konnten sich die Teilnehmerinnen, die schon am Freitag angereist waren, in einem Training am Abend kennenlernen und nach der Pause seit dem Saisonende auch wieder mit ihren Schlittschuhen vertraut machen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer

Neben dem sportlichen Kräftemessen geht es bei diesem Turnier ja auch immer um den Spaß, überhaupt einmal an einem reinen Mädchenturnier teilzunehmen. Denn geht es natürlich auch darum, sich untereinander kennenzulernen, alte Freundschaften aufzufrischen und neue zu schließen. Eine gute Gelegenheit dazu waren die Pausen zwischen den Spielen und das traditionelle Grillfest am Samstagabend. Und so war dieses Turnier nicht nur in sportlicher Hinsicht ein großer Erfolg.

Einen ganz herzlichen Dank an die Organisatoren, an die Trainer und Trainerinnen, Betreuer und Betreuerinnen, an die vielen Helfer, die immer dort mit angepackt haben, wo es auf dem Eis und neben dem Eis etwas zu tun gab. Vielen Dank auch den Schiedsrichtern und Schiedsrichterinnen, den Eismeistern der Eishalle Troisdorf, den Betreibern des Eishockey-Shops, dem Airbrush-Künstler Frans Adams und dem Team des Bistros in der Eishalle, das mit großer Geduld und Freundlichkeit Spielerinnen, Eltern und Begleitpersonen mit Getränken und Essen versorgt hat.

Eine gute Nachricht noch zum Schluss: Die ersten Vorbereitungen für das 5. Andreas Gruchot Girls Turnier im kommenden Jahr haben schon begonnen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.