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Girls, Ihr seid gefragt!
Am vergangenen Wochenende haben 18 Erwachsene den Verein GirlsEishockey.de gegründet, weil sie glauben, dass mehr Mädchen Eishockey spielen könnten und es für Nachwuchsspielerinnen mehr Angebote und Möglichkeiten zur Entwicklung geben sollte. So, wie zum Beispiel das Camp in Bad Kissingen oder unser Germany U14 Girls Selects Team, das im April 2016 gegen andere Girls Teams aus Nordamarika und Europa antreten wird.
Nun wollen wir es aber von Euch wissen, was Ihr dazu meint! Wie lange spielst Du schon Eishockey? Was ist das Tolle an Eishockey? Wie spielt es sich mit Jungs im Verein? Hast Du schon öfter’s mit Mädchen zusammengespielt? Macht es mehr Spaß zusammen mit Mädchen zu spielen? Wenn Du in Bad Kissingen dabei warst, was fandest Du gut, was nicht so gut? Was wünscht Du Dir von Deinem Verein? Was sollte GirlsEishockey angehen? Gerne darfst Du auch loswerden, was Du schon immer mal sagen wolltest, solange es was mit Eishockey zu tun hat 🙂
Es wäre schön, wenn möglichst viele Mädels kurz etwas schreiben würden. Zum Antworten einfach unten einen Kommentar eingeben. Beim Namen (Vorname genügt, wenn Du Deinen vollen Namen nicht angeben möchtest) kannst Du Dein Alter mit angeben. Die besten Antworten übernehmen wir in einen Flyer, mit dem wir Werbung für Girls-Eishockey machen wollen.
Eishockey – die schönste Sportart der Welt
Frauen sollen hier aber nur zuschauen. Für Mädchen gibt es kaum gesonderte Maßnahmen, dass sie sich angesprochen fühlen. Es ist meist nur an die Männer gerichtet und die können sich sowohl mit ihren Vorbildern identifizieren, als diesen auch bis ins hohe Alter nacheifern.
Im Gegensatz zu den Mädchen. In jungen Jahren werden sie noch zu den Knaben gesteckt. Spätestens wenn die Pubertät dann ihr übriges zur Abgrenzung vom männlichen Gegenpart geführt hat, ist für die meisten Mädchen der Traum vom Eishockey vorbei. Es gibt keine Lobby, dass Mädchen zwischen 8-18 Jahren Eishockey spielen dürfen. In den meisten Fällen wird angeführt, dass diese sich einfach nicht dafür interessieren und die Nachfrage zu gering ist.
Mädchen interessieren sich im gleichen Maße dafür. Wie sollen sie jedoch eine Karriere in einem Männer dominierten Sport erreichen in dem ihnen die Grundlage, nämlich regelmäßige Eiszeiten, entzogen wird? Es geht nicht nur darum, dass Frauen sich darum kümmern müssen. Es ist zudem Aufgabe des Vereins hier einen diskriminierungsfreien Raum zu bieten. Sich eben gesondert um die Mädchen zu kümmern. Wir reißen uns den Arsch auf, dass die Jungs ins Training gehen und ihre Eiszeiten bekommen. Warum Frauen hier oftmals gegen eine Wand laufen ist mir ein Rätsel.
Wenn Deutschland möchte, dass Eishockey eine der bedeutenden Sportarten wird (aus den Medien ist es beinahe vollständig verschwunden oder wird als „Fun- und Randsportart“ bezeichnet) oder bleibt (die eingefleischten Fans werden wohl kaum eine ähnliche Atmosphäre in einer anderen Sportart vorfinden) dann müssen Frauen und Mädchen eingebunden werden. Es bringt nichts sich auf die Aussage zu beruhen, Mädchen hätten andere Interessen oder Frauen wollten nur die Männer bewundern.
Nein, Frauen können nur die Männer bewundern, denn weibliche Vorbilder sind in Deutschland, aber auch weltweit, eher rar gesät. Es gibt Manon Rhéaume, die sich bei den Herren durchgeschlagen hat. Ein Paradebeispiel, dass eine Frau doppelt so gut sein muss, um auf das Maß der Männer gesetzt zu werden. Mädchen, die „nur einem Hobby nachgehen wollen“ wird dieser Ehrgeiz aberkannt. Dies gilt nicht nur beim Eishockey, sondern in vielen Lebenslagen, wie in dem Ausschnitt aus der „Scandal“ TV Serie (Video auf Englisch) verdeutlicht wird.
Wir wollen aufs Eis. Wir wollen Eishockey spielen. Schnell und geschmeidig sein. Hart zu uns und den gegnerischen Spielerinnen. Andere Mädchen treffen, die diesen Sport so lieben, wie wir es tun. Wir müssen den Mädchen erklären, dass sie werden können, was immer sie wollen. Und dazu gehört konsequenterweise auch, dass wir ihnen die Möglichkeit dazu bieten.
