Information vom DEB über den IIHF Girls Hockey Day

Schreiben der DEB-Frauenbeauftragten Franziska Busch an die Frauenverbände / Frauenvereine:

Liebe Vereinsvertreterinnen und –vertreter,

ich möchte Sie über den diesjährigen IIHF Girls Hockey Day 2015 informieren.

Die Veranstaltung soll an dem Wochenende 10./11.10.15 stattfinden.

Das ist ein Projekt, das von der IIHF entwickelt und unterstützt wird um mehr Mädchen für das Eishockey zu begeistern. In anderen Nationen hat diese Veranstaltung schon gute Erfolge gezeigt und es wurden viele Mädchen für das Eishockey gewonnen.

Die Idee der IIHF ist, diese Veranstaltung ein Wochenende lang dauern zu lassen. Da das aber schwer zu realisieren ist, ist es natürlich auch möglich, in einer normalen Eiszeit solch eine Veranstaltung zu planen, durchzuführen und Mädchen für das Eishockey zu begeistern.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu der Veranstaltung und Eindrücke vorangegangener Veranstaltungen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn es Interessenten für eine Ausrichtung des IIHF Girls Hockey Day 2015 gibt. Im Rahmen des IIHF Girls Hockey Day an dem genannten Datum wäre es auch möglich, an dem IIHF Girls Global Game teilzunehmen. Es finden mehrere Spiele weltweit (ein Spiel pro Nation) statt (z.B. überall Weiß gegen Blau), von denen die Ergebnisse zusammengerechnet werden und ein Sieger bekannt gegeben wird.

Für weitere Fragen oder Rückmeldungen stehe ich Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Franziska Busch

Veröffentlicht unter WGIHW

Eishockey – die schönste Sportart der Welt

Frauen sollen hier aber nur zuschauen. Für Mädchen gibt es kaum gesonderte Maßnahmen, dass sie sich angesprochen fühlen. Es ist meist nur an die Männer gerichtet und die können sich sowohl mit ihren Vorbildern identifizieren, als diesen auch bis ins hohe Alter nacheifern.

Im Gegensatz zu den Mädchen. In jungen Jahren werden sie noch zu den Knaben gesteckt. Spätestens wenn die Pubertät dann ihr übriges zur Abgrenzung vom männlichen Gegenpart geführt hat, ist für die meisten Mädchen der Traum vom Eishockey vorbei. Es gibt keine Lobby, dass Mädchen zwischen 8-18 Jahren Eishockey spielen dürfen. In den meisten Fällen wird angeführt, dass diese sich einfach nicht dafür interessieren und die Nachfrage zu gering ist.

Hier unsere Meinung dazu.

Mädchen interessieren sich im gleichen Maße dafür. Wie sollen sie jedoch eine Karriere in einem Männer dominierten Sport erreichen in dem ihnen die Grundlage, nämlich regelmäßige Eiszeiten, entzogen wird? Es geht nicht nur darum, dass Frauen sich darum kümmern müssen. Es ist zudem Aufgabe des Vereins hier einen diskriminierungsfreien Raum zu bieten. Sich eben gesondert um die Mädchen zu kümmern. Wir reißen uns den Arsch auf, dass die Jungs ins Training gehen und ihre Eiszeiten bekommen. Warum Frauen hier oftmals gegen eine Wand laufen ist mir ein Rätsel.

Wenn Deutschland möchte, dass Eishockey eine der bedeutenden Sportarten wird (aus den Medien ist es beinahe vollständig verschwunden oder wird als „Fun- und Randsportart“ bezeichnet) oder bleibt (die eingefleischten Fans werden wohl kaum eine ähnliche Atmosphäre in einer anderen Sportart vorfinden) dann müssen Frauen und Mädchen eingebunden werden. Es bringt nichts sich auf die Aussage zu beruhen, Mädchen hätten andere Interessen oder Frauen wollten nur die Männer bewundern.

Nein, Frauen können nur die Männer bewundern, denn weibliche Vorbilder sind in Deutschland, aber auch weltweit, eher rar gesät. Es gibt Manon Rhéaume, die sich bei den Herren durchgeschlagen hat. Ein Paradebeispiel, dass eine Frau doppelt so gut sein muss, um auf das Maß der Männer gesetzt zu werden. Mädchen, die „nur einem Hobby nachgehen wollen“ wird dieser Ehrgeiz aberkannt. Dies gilt nicht nur beim Eishockey, sondern in vielen Lebenslagen, wie in dem Ausschnitt aus der „Scandal“ TV Serie (Video auf Englisch) verdeutlicht wird.

Wir wollen aufs Eis. Wir wollen Eishockey spielen. Schnell und geschmeidig sein. Hart zu uns und den gegnerischen Spielerinnen. Andere Mädchen treffen, die diesen Sport so lieben, wie wir es tun. Wir müssen den Mädchen erklären, dass sie werden können, was immer sie wollen. Und dazu gehört konsequenterweise auch, dass wir ihnen die Möglichkeit dazu bieten.

Ein Bericht über das „KA Camp“ 2015

Bereits zum zehnten Mal veranstaltete die Ex-Nationalspielerin der Schweiz Kathrin Lehmann ihr Eishockey Camp für Frauen. Das besondere an diesem Camp: JEDE Frau ist willkommen – egal in welchem Alter oder auf welchem Leistungsniveau man sich befindet.

image1Veranstaltungsort war auch wie die Jahre zuvor das Eisstadion in Wetzikon (Schweiz), in dem die Damen vom 08.Juli – 12.Juli 2015 vier intensive Trainingstage verbrachten. Angeleitet wurde das Trainingscamp von der Chefin höchst persönlich, sowie von Alex Stein, Suvi Vacker, Kerstin Fischer, Sophie Anthamatten (Torwarttrainerin) und Marcel Ducoli (Torwarttrainer). Dominique Scheurer stand als „Springer-Coach“ zur Verfügung. Mit Alex Stein (aktuell EHC Bregenzerwald) und Marcel Ducoli (ehemaliger Torwarttrainer der Schweizer Frauen Nationalmannschaft) verfügt der Trainerstab sogar über zwei Profi-Trainer. Kathrin Lehmann, Sophie Anthamatten und Suvi Vacker vertraten allesamt ihr Heimatland auf der internationalen Eishockey Bühne. Vervollständigt wird das Betreuerteam von Physiotherapeut Hausi. Um allen Teilnehmerinnen das bestmögliche Training bieten zu können wurden die Spielerinnen in zwei Gruppen unterteilt. Aber nicht nur auf, sondern auch neben dem Eis wurde kräftig geschwitzt, denn pro Tag standen zwei Athletik Einheiten zusätzlich auf dem Programm. Noch eine Besonderheit an diesem Camp: Am Nachmittag wurde gespielt. Aber nicht, wie man es aus anderen Camps oder aus dem eigenen Training kennt, sondern richtige Spiele. Zum Teil wurde zwar schon untereinander gespielt, aber auch andere Gastteams (zumeist Männer) wirkten dabei mit. Das Tolle hieran ist, dass viele der Frauen einfach nur Freizeit mäßig ihrem Hobby Eishockey nachgehen und noch nie in den Genuss einer richtigen Taktikvorgabe oder eines richtigen Trainers auf der Bank kommen durften. Gerade deshalb ist der Nachmittag für die meisten das Highlight des Tages! Kurz nach der Mittagspause steht allen Anwesenden eine Stunde freies Eis zur Verfügung, in der sie machen dürfen was sie wollen. Obwohl viele schon sehr müde, durch die ungewohnte Anstrengung sind, ist diese Stunde trotzdem sehr beliebt. Einige wiederholen das zuvor gelernte, andere schließen sich zu Kleinfeldspielen zusammen. Am Ende eines Trainingstages hatte jede Eishockeyspielerin also drei Eiszeiten sowie zwei Off-Ice-Training absolviert.

Neben der tollen sportlichen Organisation bleibt die gute Stimmung und der Zusammenhalt unter den Camp Teilnehmerinnen zu erwähnen. Sie halten in allen Bereichen stark zusammen, egal wie lange man schon spielt oder wie gut man bereits ist, ob alt, ob jung. Alle haben das gleiche Ziel: Sie wollen Spaß haben und besser werden. Und genau das bietet das KA-Camp: Die Möglichkeit für alle begeisterten Eishockey Mädels ihrem Hobby nach zugehen und einmal trainieren wie die Profis! Das Engagement und die Vision von Kathrin Lehmann – den schönsten Sport der Welt auch für Frauen zu fördern – ist herausragend und sollte uns allen als Vorbild dienen. Manche Campteilnehmerinnen planen gar ihren Jahresurlaub so, dass sie auf jeden Fall wieder kommen können. Eine nette statistische Information: Um die 30 aktuelle und ehemaligen Kaderspielerinnen waren bereits im Ka-Camp dabei!

Ich persönlich habe mich sehr gefreut bereits beim zweiten Mal dabei gewesen sein zu dürfen und dort zu helfen wo es nötig war. Die Leidenschaft, die Freunde und das Feuer in den Augen der insgesamt 65!! Teilnehmerinnen und ihr unbändiger Wille sich zu verbessert haben mir und meiner Teamkollegin Monika Bittner mal wieder gezeigt, wie schön unser Sport sein kann.

Reger Zuspruch und zweiter Trainer für U15 Turnierteam

Toll! Bereits 10 Spielerinnen wurden inzwischen für das GirlsEishockey U15 Turnierteam registriert, welches wir erst letzte Woche angekündigt hatten.

Nicht nur das: Mit Sascha Onisor hat sich neben Holger Buzcynski ein zweiter Trainer bereit erklärt, bei dem Projekt U15 Girls-Team mitzumachen!

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Sascha Onisor –
Trainer

Sascha Onisor ist in Mannheim eine feste Größe. Er ist dort seit 2008 als Trainer verschiedener Eishockey Nachwuchs- und Frauenmannschaften tätig. Insbesondere trainierte er 2010 die Kurpfalz-Girlies, ist Stützpunktrainer U13 – U18 Frauen, und ist seit 2015 Co-Trainer der Mannheimer Frauenbundesligamannschaft. Sportlich ist er außerdem als Gyrotonic Mobilisation Beweglichkeit Trainer und Personal Trainer aktiv.

Wir freuen uns über die Verstärkung und die Erfahrung, die Sascha aus seiner Arbeit im Frauenbereich mitbringt!

Möchtest Du als Spielerin auch dabei sein? Neben weiteren Feldspielerinnen werden auch Torhüterinnen gesucht. Die unverbindliche Registrierung von Spielerinnen kann durch die Eltern über nachfolgendes Formular bis zum 15.9.2015 erfolgen:

Mitte September soll eine Zwischenbilanz gezogen werden. Sofern bis dahin genügend Spielerinnen angemeldet wurden und abschätzbar ist, dass Eiszeiten für ein Trainingscamp verfügbar sind und Turnierteilnahmemöglichkeiten bestehen, wird die Detailplanung erfolgen.